Chronik der Go-Gruppe Hannover

Chronik

Eingangsseite

Jahre

...

1979 Übersicht

1980 Übersicht

...

1984 Übersicht

...

1986 Übersicht

1987 Übersicht

...

1989 Übersicht

1990 Übersicht

1991 Übersicht, Details

1992 Übersicht, Details

1993 Übersicht, Details

1994 Übersicht, Details

1995 Übersicht

1996 Übersicht

1997 Übersicht

1998 Übersicht

1999 Übersicht

2000 Übersicht, Details

2001 Übersicht, Details

2002 Übersicht, Details

2003 Übersicht, Details

2004 Übersicht, Details

2005 Übersicht, Details

2006 Übersicht, Details

2007 Übersicht, Details

2008 Übersicht, Details

2009 Übersicht, Details

2010 Übersicht, Details

2011 Übersicht, Details

2012 Übersicht, Details

2013 Übersicht, Details

2014 Übersicht, Details

2015 Übersicht, Details

2016 Übersicht, Details

2017 Übersicht, Details

Quellen

1959-1961, Dieter Rasche erinnert sich

1961-1986, Chronik der Go-Abteilung des RSV Hannover von 1926 e.V., von Helmut Buttstädt

Sonstiges

Video/OK-Projekt (schlafend)

Impressum


Zurück zu
www.hannover-go.de

Das Jahr 1991, Details

Entnommen aus den "Hannover-Go"-Ausgaben.


Dortmund (31.8./1.9.1991)

Erfreulicherweise fuhren einige Hannoveraner nach Dortmund, obwohl erst noch mehr fahren wollten. Das Turnier fand bei Super-Wetter in der Dortmunder Uni statt. Insgesamt nahmen 106 Spieler teil, was auch die Erwartungen der Turnierleitung übertraf, sie aber vor keine ernsthaften Probleme stellte. Leider schnitten die Hannoverschen Spieler wieder nicht besonders gut ab:

Christoph Gerlach (4 Dan), 4:1 (und Zweiter des Turniers)
Tin Nguyen-Huu (1 Dan), 2:3
Jost-Alexander Bartholomäus (2 Kyu), 2:3
Detlev Ponnet (4 Kyu), 2:3
Sabine Collin (4 Kyu), 1:4
Jürgen Meyer (9 Kyu), 2:3

(Christoph Gerlach)

Münster (7./8.9.1991)

Hier nur die Kurzinformation. Als einziger Hannoverscher Spieler besuchte Thomas Majewski (4 Kyu) das Turnier, das in Gruppen nach Schweizer System mit Vorgabe ausgetragen wurde. Er spielte 2:3.

Harzliga: Braunschweig (8.9.1991)

Hurra, hurra, hurra (Teil 2)! Am 8.9.1991 reisten wir (siehe unten) nach Braunschweig, um dort gegen die beiden Braunschweiger Mannschaften anzutreten. Für den Sonntagvormittag stand die "China"-Braunschweig-Mannschaft auf dem Programm. Zwar sind wir diese Saison gut in Form, aber dennoch haben sich die Chinesen immer als relativ schwer erwiesen. Umso erfreulicher, daß wir es trotzdem geschafft haben! Und so spielten wir gegen die Chinesen:

Hannover "China"-Braunschweig Ergebnis
Christoph Gerlach (4 Dan) Lin Yuan (2 Dan) 1:0
Winfried Dörholt (1 Dan) Gu Xiaogang (1 Dan) 1:0
Jost-A. Bartholomäus (2 Kyu) He Hucang (1 Dan) 1:0
Aglef Stüwe (2 Kyu) Chan Minguian (4 Kyu) 0:1

Als besonders entgegenkommend empfanden wir das gnadenlose Decken aller Ataris durch Gu Xiaogang in der Partie gegen Herrn Dörholt. Nach einer kleinen Sequenz, die mit einem Atari auf einen unwichtigen Stein begann, war plötzlich zur Überraschung aller Zuschauer eine große Gruppe tot ...

Nachdem wir uns mittags beim "Chinesen" im Restaurant für unsere morgendliche Heldentat belohnt hatten, kehrten wir frisch gestärkt zum Spielort der Braunschweiger zurück, um zum zweiten Streich auszuholen. Gegen die "Normal"-Braunschweiger waren wir natürlich Favorit. Und so war der zweite Sieg an diesem Tag nicht weiter verwunderlich:

Hannover "Normal"-Braunschweig Ergebnis
Christoph Gerlach (4 Dan) Jochen Reimers (2 Dan) 1:0
Winfried Dörholt (1 Dan) Klaus Blumberg (1 Dan) 1:0
Jost-A. Bartholomäus (2 Kyu) Joachim Beggerow (1 Kyu) 0:1
Aglef Stüwe (2 Kyu) Stefan Zidowitz (3 Kyu) 1:0

Wobei meine und Aglefs Partien besonders verschärft waren (die anderen eigentlich auch: Herr Dörholt hat - bzw. Klaus Blumberg sich selbst - eine Gruppe getötet und Jost hat versucht, erst möglichst gut zu stehen (was auch geklappt hat) und anschließend möglichst schnell und effektiv alles (alles!!!) abzugeben). Jochen Reimers hat versucht, mich mit der billigsten Billig-Hamete (und zwar in der ersten und zweiten Ecke - und dann war alles vorbei) reinzulegen, was ich eigentlich als mittlere Majestätsbeleidigung auffassen sollte... Aglef hat in seiner Partie sauber eine große gegnerische Gruppe eingekreist, die wirklich absolut tot war (jedenfalls irgendwann)! Aber dann droht der andere rauszulaufen und - mir blieb fast das Herz stehen - Aglef deckt den Peep nicht, sondern macht das falsche Auge noch fälscher! Aber glücklicherweise war Stefan Zidowitz von nicht abreißenwollender Blindheit geschlagen und konnte Aglefs Schnittsteine, die bestenfalls vier Freiheiten hatten, trotz zweiter Chance nicht fangen. Das war allerdings die ausgleichende Gerechtigkeit zu der Partie von Jost (jetzt aber genug gelästert...).

Somit stehen wir mit 8:0 Punkten an der Spitze der Harzliga, die wir wahrscheinlich bis zum Ende dieser Saison nicht mehr abgeben werden, da alle anderen Teams schon zahlreiche Minuspunkte gesammelt haben und nur noch zwei Spiele (gegen Magdeburg und Clausthal-Zellerfeld) ausstehen.

(Christoph Gerlach)

Altenau (27.-29.9.1991)

Das Wochenende vom 27. bis zum 29. September war für ein Treffen mit den Go-Freunden aus Leipzig reserviert. Wie im vergangenen Jahr konnten wir das Ski- und Wanderheim des RSV in Altenau hierfür benutzen. Wieder sollte das Harz-Treffen eine zwanglose Begegnung sein, bei der das Go uns zwar zusammengeführt hat, aber nicht unbedingt dominieren sollte.

Schon am Freitag Abend waren die meisten angereist, acht aus Hannover und vier aus Leipzig. Gleich nach der Begrüßung und dem anschließenden Abendessen kamen die Bretter auf den Tisch zu einem ausgiebigen Phantom-Go, das sich bis tief in die Nacht hinzog. Dank reichlich genossenem Leipziger Bier war sogar eine Partie Familien-Phantom-Go möglich, eine wahre Mammutsitzung.

Der Samstag begann mit einem großen Sack frischer Brötchen zum Frühstück und anschießendem Spaziergang durch den Ort. Auch die Sonne hatte inzwischen ein Einsehen mit uns. Bis zum Mittagessen war dann noch viel Zeit, denn das Frühstück (sprich: die Langschläfer) musste(n) erst beendet (abgewartet) werden, bevor die Küche frei war für weitere Aktivitäten. In der Zwischenzeit wurden noch späte Bestände von Blaubeeren in den Wäldern entdeckt, die aber nicht das Mittagessen ersetzen konnten. Dann war es endlich soweit, Christoph Gerlach krempelte die Ärmel hoch und mischte in der Küche einen vorzüglichen Gemüsereis an (Wiederholung in 1992 unbedingt erwünscht). Zum Nachtisch ging's wieder in die Blaubeeren oder für die Besichtigungshungrigen zur Okertalsperre. Auch ein Spaziergang entlang der alten Bahntrasse war angesagt. Erst mit einbrechender Dunkelheit besannen sich die Mannen, dass da noch was anderes war. Das Phantom-Go war noch nicht ganz ausgereizt, jedoch zeigten sich schon erste Abtrünnige beim Kartenspiel verschiedenster Art bis hin zum Bauernbridge. Auf diese Weise wurde auch die zweite Nacht auf sehr kurzweilige Art verkürzt.

Der Sonntag schließlich war recht dazu angetan, noch einmal viel Harzluft zu konsumieren, was nicht heißen soll, dass das Go ganz vergessen wurde. Unseren drei Frauen wurde die Rahmentätigkeit kaum bewusst, denn nicht nur der Tisch war wie bei Heinzelmänchsens in Köln ganz von selbst gedeckt, auch die übrigen Hausarbeiten wurden mit männiglicher Begleitung schnell getan. Erstaunlich, wie viel Hausmänniglichkeit sich entwickelte.

Spät am Sonntag nach Kaffee und Kuchen traten wir dann nur sehr zögerlich die Heimreise an, als letztes wurden die Bretter eingepackt, die bis zum Schluss dringend benötigt wurden.

Insgesamt kann die Go-Abteilung auf eine wieder mal gut gelungene Begegnung mit unseren Go-Freunden aus Leipzig verweisen. Wie in 1990 wird das Sport- und Bäderamt auch das diesjährige dritte Treffen unterstützen, womit allerdings Beihilfen dieser Art beendet sein werden. Es ist zu überlegen, wie wir das Treffen im kommenden Jahr fortsetzen.

(Winfried Dörholt)

Bochum (28./29.9.1991)

Das erstmalig ausgetragene Bochumer Go-Turnier wurde von 97 Spielern besucht. Obwohl der Hauptorganisator Harald Kroll nicht anwesend war, verlief alles reibungslos. Sowohl der Turnierort als auch die Verpflegung ließen nichts zu wünschen übrig und mit den Preisen konnte man ebenfalls zufrieden sein. Das Hauptturnier wurde von Lutz Franke (4 Dan, Hamburg) vor Jan Schröer (3 Dan, Lippstadt) und Franz-Josef Dickhut (4 Dan, Lippstadt) gewonnen. Das Samstagabend stattfindende Blitzturnier gewann FJ Dickhut vor Jan Schröer. Insgesamt war der obere Spielstärkebereich recht schwach besetzt. So trat kein einziger 5 Dan an. Zu den Ergebnissen:

Tin Nguyen-Huu (1 Dan), 3:2
Sabine Collin (5 Kyu), 4:1
Jürgen Meyer (8 Kyu), 2:3
Holger Krekel (11 Kyu -> 10 Kyu), 4:1

(Sabine Collin)

Düsseldorf (12./13.10.1991)

Das Düsseldorfer Turnier fand auch dieses Jahr in einem bescheidenen Rahmen statt. So wurde wieder in einem gemütlichen Gemeindehaus gespielt. Positiv war auch das geringe Startgeld und akzeptable Preise für Essen und Trinken. Gewonnen wurde das Turnier von Franz-Josef Dickhut (4 Dan, Lippstadt). Folgende Hannoversche Spieler waren in Düsseldorf:

Christoph Gerlach (4 Dan), 4:1 (und Zweiter des Turniers)
Gilbert Schlüter (1 Kyu), 2:3
Sabine Collin (5 Kyu), 3:2
Holger Krekel (9 Kyu), 3:2
Robert Richter (9 Kyu), 3:2

(Christoph Gerlach)

Clausthal-Zellerfeld (19./20.10.1991)

Trotz (oder gerade wegen) absoluter Null-Werbung, d.h. ausschließlich durch Mundpropaganda, war das "Turnier im Dorf auf dem Hügel" erstaunlich gut besetzt. Sogar ein Auto aus Berlin (Malte ...) war gekommen. Es werden wohl so ca. 50 Teilnehmer gewesen sein. Bemerkenswert war auch das Turniersystem. Es wurde in 8er-Gruppen "jeder gegen jeden" gespielt. Dabei spielte man gegen zwei Gegner auf dem gewohnten 19x19-Brett, gegen drei aber auf dem 13x13-Brett und gegen weitere zwei auf dem 9x9-Brett. Das war doch ganz schön überraschend, was da teilweise passierte. Auf dem 9x9-Brett geht z.B. mit Zug 5 (nach den vier Ecken) das Endspiel los. Etwas pauschalisiert kann man vielleicht sagen, dass das 19x19-Brett für Eröffnungen, das 13x13 für das Mittelspiel und das 9x9 für das Endspiel steht. Auf jeden Fall war das mal eine ganz nette Abwechselung zu den "normalen" Turnieren. Des weiteren fiel die einmalig billige Verpflegung, die zum absoluten Selbstkostenpreis verabreicht wurde (z.B. Glas O-Saft für 40 Pfennig - zum Vergleich: in Amsterdam kosten 0,1 Liter (!) DM 3,- (fast geschenkt)). Natürlich fielen dann auch die Preise etwas bescheidener aus, aber darum ging's den Teilnehmern wohl auch nicht. Die Ergebnisse:

Christoph Gerlach (4 Dan), 6:1 (und Sieger der ersten Gruppe)
Tin Nguyen-Huu (1 Dan), 4:3 (und Dritter der zweiten Gruppe)
Ralph Tiefenthaler (1 Dan), 0:7 (au weia)
Sabine Collin (5 Kyu), 3:4

Tin bekam für seinen dritten Platz übrigens ein Six-Pack Clausthaler (prost).

(Christoph Gerlach)

Essen (2./3.11.1991)

Also - es waren 70 Teilnehmer - öh -, die zu [Pause] den nachgeholten German Open '91 [Pause] kamen (aufgrund einer Schneekatastrophe konnte das Turnier im Januar nicht stattfinden). [Pause] Erstaunlich war die [Pause] hohe Anzahl von Spielern, die 4 Dan und stärker spielten. So war unter anderem der amtierende Europameister - öhööö - A. Lazarev (6 Dan) gemeinsam mit ein paar weiteren Russen angereist. Gewonnen wurde das Turnier von Vladimir Danek (5 Dan, Tschechien). Hier die Ergebnisse:

Sabine Collin (5 Kyu), 3:2
Andreas Gander (6 Kyu), 2:3
Holger Krekel (7 Kyu), 4:1
Jan-Peter Wilhelms (18 Kyu), 1:4 (wegen wenig Anfänger)

(Sabine Collin)

Rahlstedt (16./17.11.1991)

Endlich wurde ein "Pflichtturnier" auch von einer breiten Masse der Hannoverschen Go-Spieler ernst genommen (siehe Ergebnisse unten). Und - wie nicht anders erwartet - erwies sich diese Entscheidung als richtig, war Rahlstedt doch wie immer ein sehr angenehmes Turnier. Als Stichworte sollen hier angenehmer Turnierort, günstige Verpflegung, lockere Atmosphäre und der Chinese mit den großen runden Tischen genügen. Mir bleibt allerdings noch unklar, warum sich Thomas Nohr (Hauptorganisator) in einem fort wegen angeblich schlechter Organisation bei den Teilnehmern entschuldigt. Ich habe noch kein Turnier ohne Pannen erlebt und da lag Rahlstedt eigentlich recht gut im Schnitt. Die Ergebnisse:

Christoph Gerlach (4 Dan), 5:0 (und Sieger des Turniers)
Tin Nguyen-Huu (1 Dan), 1:4
Helmut Witten (1 Kyu), 1:3 (nur vier Runden mitgespielt)
Jost-A. Bartholomäus (2 Kyu), 2:3 (als 1 Kyu)
Aglef Stüwe (2 Kyu), 3:2
Detlev Ponnet (4 Kyu), 3:2
Sabine Collin (5 Kyu), 1:4
Andreas Gander (6 Kyu), 3:2
Jan-Peter Wilhelms (16 Kyu), 2:3

Die Go-Familie schlechthin sind übrigens die Spodes aus Soltau, die zu viert anrückten und dabei bereits über zwei Dan-Spieler verfügen.

Ach ja, für Leute, die ihre Termine für ein Jahr im voraus festlegen: der nächste Rahlstedter Tengen (der zehnte mit Jubliäums-Gaststar Michel Katscher (hahaha...)) findet am 21./22.11.1992 statt!

(Christoph Gerlach)

Berliner Kranich/Deutsche Meisterschaft 1991 (28.11.-1.12.1991)

Zwar hätten wir theoretisch auch schon letztes Jahr zum Kranich fahren können, doch war das Interesse aus irgendwelchen Gründen letztes Jahr nicht vorhanden. Dieses Jahr waren wir jedoch sehr zahlreich und auch teilweise recht erfolgreich (siehe Ergebnisse) in Berlin - und es hat sich auch sonst gelohnt. Der Turnierort soll recht erträglich (obwohl es zeitweise reichlich gezogen haben soll) gewesen sein und an der Turnierorganisation durch Andreas Urban war auch nichts auszusetzen. Für ausreichende und billige Verpflegung war ebenfalls gesorgt. Ein weiterer Anreiz von Berlin bestand darin, dass bereits ab Donnerstag die Endrunde der Deutschen Meisterschaft stattfand, die auch für Zuschauer interessant war - insbesondere für Hannoversche, gelang es mir doch, den Titel des Deutschen Meisters 1991 zu erringen. Wir spielten in einer recht angenehmen Wohnung in Ost-Berlin, in der auch einer der normalen Spielabende in Berlin stattfindet. Nur das Klo entsprach doch nicht ganz unseren Erwartungen (besonders wenn's draußen dunkel wurde, da erst ab Samstag eine Taschenlampe zur Verfügung stand).

Weil der Gewinn einer Deutschen Meisterschaft doch keine ganz alltägliche Angelegenheit ist, werde ich in diesem Hannover-Go eine meiner Partien veröffentlichen. An der DM durften acht qualifizierte Spieler (siehe unten) teilnehmen. In sieben Runden wurde "jeder gegen jeden" gespielt. Dabei gelang es mir, die ersten fünf Runden am Stück zu gewinnen, bevor ich Samstag Nachmittag gegen den eigentlichen Favoriten Egbert Rittner (5 Dan und Deutscher Meister 1990) spielen musste, der allerdings zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Partien gegen vermeintlich leichte Gegner verloren hatte. Leider war ich in dieser Partie sehr unkonzentriert und verlor sie ohne nennenswerte Gegenwehr. Dann hing alles an der letzten Partie gegen Gerhard Schmid, der allerdings keine Chance hatte und aber der zweiten Ecke klar auf Verlust stand. So war die Überraschung Sonntagmittag perfekt: Ich bin neuer Deutscher Meister.

Verlauf der DM aus meiner Sicht:

1. Runde: gewonnen gegen Jan Schröer (3 Dan, Lippstadt, 4.)
2. Runde: gewonnen gegen Hans Zschintzsch (4 Dan, Bonn, 5.)
3. Runde: gewonnen gegen Lutz Franke (4 Dan, Hamburg, 3.)
4. Runde: gewonnen gegen Christian Wohlfarth (4 Dan, Berlin, 6.)
5. Runde: gewonnen gegen Jürgen Mattern (5 Dan, Berlin, 7.)
6. Runde: verloren gegen Egbert Rittner (5 Dan, Hamburg, 2.)
7. Runde: gewonnen gegen Gerhard Schmid (3 Dan, Ulm, 8.)

Ergebnisse der Hannoverschen Spieler beim Kranich:

Platz 14: Ralph Tiefenthaler (1 Dan), 4:1 (Super!)
Platz 35: Tin Nguyen-Huu (1 Dan), 1:4
Platz 36: Gilbert Schlüter (1 Kyu), 2:3
Platz 52: Peter Hein (3 Kyu), 3:1 (wegen Delegiertenversammlung nur vier Runden)
Platz 58: Sabine Collin (5 Kyu -> 4 Kyu), 4:1 (damit 2. des Deutschlandpokals in Gruppe B (Muschelsteine!))
Platz 72: Holger Krekel (5 Kyu), 2:3
Platz 84: Andreas Gander (6 Kyu), 1:4
Platz 86: Jürgen Meyer (8 Kyu), 3:2
Platz 95: Ulf Draws (10 Kyu), 2:3

Insgesamt nahmen 122 Spieler am Kranich teil. Es gewann Franz-Josef Dickhut (4 Dan, Lippstadt) vor Malte Schuster (5 Dan, Berlin). Nett war noch, dass jeder Preisträger einen handgefalteten Kranich aus Papier erhielt.

[Im Hannover-Go folgt jetzt der Kommentar zur Partie Christoph Gerlach ./. Christian Wohlfahrt. Die Partie plus Kommentar wird möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt.]

(Christoph Gerlach)

Braunschweiger Nikolausturnier (7./8.12.1991)

Das diesjährige Nikolausturnier erfreute sich reger Beliebtheit und war mit 84 Teilnehmern sehr gut besucht, wenn auch nur wenige starke Dan-Spieler mitspielten (ich auch nicht). Ansonsten lief alles nach Plan. Interessant ist vielleicht noch, dass parallel die Deutsche Juniorenmeisterschaft (unter 21 Jahre) ausgefochten wurde. Leider nahmen nur 5 Spieler teil. Davon allerdings zwei 4 Dans und ein 3 Dan, so dass dennoch für Spannung gesorgt war. Hier gewann Marko Leipert (4 Dan) aus Pforzheim vor Peter v. Milczewski (4 Dan) aus Bonn. Auch das Nikolausturnier wurde gewonnen und zwar von Franz-Josef Dickhut (4 Dan) aus Lippstadt. Leider musste ich ihm nach seinem 5:0-Sieg noch einen kleinen Dämpfer verpassen, indem ich ihn zweimal im Blitzen abzog (in der zweiten mit einer sehr schönen Treppe (mit Squeeze und allen Schikanen...)). Zweiter wurde Malte Schuster (5 Dan) aus Berlin.

Die Ergebnisse der Hannoverschen Spieler:

Platz 11: Heiko Schäfer (1 Dan, hallo!), 3:2 (eigentlich Hildesheim)
Platz 20: Aglef Stüwe (2 Kyu -> 1 Kyu), 4:1 (super!)
Platz 21: Burghard Probst (1 Dan), 1:2 (spielte nur Samstag mit)
Platz 23: Winfried Dörholt (1 Dan), 1:4
Platz 29: Günter Klemm (2 Kyu), 2:3
Platz 33: Wulf Kunisch (1 Kyu), 0:5 (runterstufen?)
Platz 40: Sabine Collin (4 Kyu), 2:3
Platz 46: Andreas Gander (6 Kyu), 2:3
Platz 69: Ulf Draws (10 Kyu), 1:4

(Christoph Gerlach)

Harzliga: Clausthal-Zellerfeld (5.12.1991)

Am 5.12. war unser Match gegen Clausthal in Clausthal angesetzt. Zum Glück konnten wir mit Aglef einen Fahrer finden (der zudem noch sein Spiel gewann) und kamen sogar pünktlich in Clausthal an (diesmal lag halt noch kein Schnee, der allerdings lag als wir uns auf die Abreise machten...). Leider schafften wir nur ein 2:2. Unsere beeindruckende Serie ist also mit dem ersten Punktverlust nach 4 Siegen gebrochen. Dennoch sind wir kaum noch vom ersten Platz zu verdrängen. Die einzige Mannschaft, die uns noch gefährlich werden kann, sind die Magdeburger, gegen die wir eigentlich morgen spielen wollen. Aber auch hier reicht uns ein Unentschieden, um uneinholbar zu führen. Und so spielten wir gegen Clausthal:

Hannover Clausthal-Zellerfeld Ergebnis
Christoph Gerlach (4 Dan) Marius Goslar (2 Dan) 1:0
Jost-A. Bartholomäus (2 Kyu) Wolf-Eckehard Treptow (3 Kyu) 0:1
Aglef Stüwe (2 Kyu) Roland Maucher (5 Kyu) 1:0
Andreas Gander (6 Kyu) ? (11 Kyu) 0:1

(Christoph Gerlach)

Jahreswertung Blitz 1991

Unerwartet gewann Christoph Gerlach nach diversen Monatssiegen auch die Jahresauswertung der allseits beliebten Blitzturniere. In der Jahreswertung werden alle Siege der Saison aufaddiert. Für 1991 ergab sich folgender Einlauf:

1. Christoph Gerlach (im Turnier 5 Dan)
2. Tin Nguyen-Huu (1 Dan)
3. Ralph Tiefenthaler (1 Dan)
4. Jost Alexander Bartholomäus (2 Kyu)

Wie auch in der "Über-Alles-Wertung" sämtlicher Blitzturniere (seit Mitte der Achtziger Jahre) zu erkennen ist, obwohl Christoph Gerlach erst seit fünf Jahren dabei ist, führt er nun auch diese Tabelle an, ist Christoph's Überlegenheit bei diesen Turnieren sehr deutlich. Spielte er bisher halb freiwillig einen Grad über seiner offiziellen Spielstärke, wurde er für 1992 genötigt, beim Vorgabeblitzen (es wird in vier Runden mit voller Vorgabe bei 15 Minuten Bedenkzeit pro Spieler gespielt) als 6 Dan zu starten.

Vereinsturnier 1991

Wie jedes Jahr spielten wir auch 1991 in den letzten drei Monaten des Jahres unser Vereinsturnier aus. Dabei entschieden sich die teilnehmenden Spieler wieder, nach einem modifizierten MacMahon-System zu spielen. Zar nahmen insgesamt 27 Spieler teil, aber dennoch konnte nicht verhindert werden, dass in den letzten Runden bei den schwächeren Spielern einige Paarungen zweimal zustande kamen. Das stellte für die Betroffenen aber kein Problem dar, so dass ich mir darüber eigentlich auch keine Gedanken zu machen bräuchte. In der Spitzengruppe ab 2 Kyu entschieden sich die Spieler, gänzlich ohne Vorgabe zu spielen, was den Kampf um den ersten Platz vielleicht ein wenig langweilig machte, dafür war die Entscheidung um den 2./3. Platz frei von zufällig gegebenen Vorgaben. Leider spielte das gesamte Teilnehmerfeld sehr homogen, so dass es mir schwer fällt, besondere Leistungen hervorzuheben. Besonders erfreulich finde ich es aber immer, wenn die turnierunerfahrenen Anfänger sich auch gegen die stärkeren Spieler behaupten. So haben Jan-Peter Wilhelms (18 Kyu, 5 Punkte), Frank Bollmann (17 Kyu, 4 Punkte) und Robert Antonischki (18 Kyu, 4 Punkte) ein gutes Ergebnis erreicht. In der Spitzengruppe konnten sich Winfried Finke (4 Kyu, 5 Punkte) und Aglef Stüwe (2 Kyu, 4 Punkte) recht gut platzieren. Gewonnen habe überraschenderweise ich mit 8:0 Punkten (eine Niederlage wäre auch recht peinlich gewesen), vor Boning Miao, Burghard Probst und Ralph Tiefenthaler (alle 1 Dan, 5 Punkte). Da wir mit Aglef Stüwe seit kurzem einen weiteren Dan-Spieler haben und auch Holger Krekel wohl bald in diese Regionen vorstoßen wird, können wir hoffen, dass es nächstes Jahr an der Spitze noch spannender wird und vielleicht wackelt ja auch mein Abonnement-Sieg einmal ...

Da sich jeder von uns auch gerne mal in einer Tabelle sieht, folgt hier noch die Abschlusstabelle des Vereinsturniers 1991. Die Platzierungen sind nach dem MacMahon-System ermittelt, d.h. MacMahonScore, dann SOS (Gegnerpunkte) und SODOS (Sieggegnerpunkte).

vereinsturnier1991.gif (38099 Byte)

(Christoph Gerlach)

Harz-Liga 1991

Gute Nachrichten erzählt man gerne und da die erste Version dieses Berichts einen Harddisk-Crash nicht überlebt hat, nun noch einmal: Wir sind Erste in der Harz-Liga 1991!

harzliga1991_tabelle.gif (9081 Byte)

Dieser Mannschafts-Go-Wettbewerb besteht seit 1989 und umfasst seit 1990, nach der Öffnung der Grenze, sieben Mannschaften. Es wird in sechs Runden mit vier Spielern pro Mannschaft gespielt. Sinn dieser Liga ist es vor allem, den Kontakt zwischen den einzelnen Clubs nicht zu verlieren. Aus diesem Grunde finden die Begegnungen über die Jahre alternierend in der jeweils anderen Stadt statt. Es wird mit fünf Komi bzw. bei voller Vorgabe gespielt, und die Spielzeit beträgt eineinhalb Stunden und dreißig Sekunden Byoyomi. Bei dieser Spielzeit können die Partien in Hannover leider nicht während des Montags-Spielabend stattfinden, da dieser aus unerfindlichen Gründen um 22 Uhr zu enden hat. Und da ich die Kneipen-Athmosphäre im Kalabusch (Donnerstags-Spielabend) bei Turnierpartien für denkbar ungeeignet halte, finden die Heimspiele meist bei mir statt. Dies soll die nicht in unserer Mannschaft befindlichen Go-Spieler jedoch auf keinen Fall fernhalten. Wir würden uns über Zuschauer, welche sich nicht zuletzt durch allgemeinen Spielbetrieb nicht zu langweilen brauchen, ernsthaft freuen. Ich hoffe nicht nur auf Unterstützung durch Zuschauer, sondern für die Zukunft möglicherweise auch auf eine zweite Mannschaft aus Hannover. Also werde ich die Spieltermine auch weiterhin bei den Spielabenden ankündigen.

Die Liga des letzten Jahres nahm für uns einen vergnüglichen Verlauf. In der ersten Begegnung kam uns die Mannschaft aus Göttingen durch gruppenweises Hochstufen entgegen, die entsprechenden drei "Freilose" wurden nicht ausgeschlagen (3:1). In der zweiten Runde konnten wir Nordhausen auch gegen hohe Vorgabe in die Schranken weisen (3:1). Bei unserer Doppelbegegnung in Braunschweig gelang uns, nicht zuletzt dank der Unterstützung aus Funktionärskreisen (Dörholt), ein zweifacher Sieg (3:1/3:1). Nun lagen wir doch irgendwie schon deutlich vorn. Um die Liga spannend zu halten, musste ich schon bei der nächsten Begegnung, nämlich gegen Clausthal-Zellerfeld, die Notbremse ziehen. Eine praktisch (oder theoretisch?) gewonnene Partie gegen Wolf-Eckehard Treptow gab ich nach einer endlos langen Reihe von Mega-Flops schließlich auf (2:2). Damit mussten wir in der letzten Runde wenigstens Unentschieden spielen, um Erste in der Harz-Liga zu werden.

Die Anreise nach Magdeburg war durchaus etwas ungewöhnlich. Der vereinbarte Treffpunkt lag im Stadtbezirk Mitte und ca. 5km vor der Stadt. Da wir sehr zeitig vor Ort waren, wollten wir noch die im Stadtplan ausgewiesene Altstadt besichtigen, welche wir jedoch nicht fanden, da sich an der angegebenen Stelle nur Neubauten befanden. Auch den bekannten Dom der Elbe-Stadt fanden wir ohne die bei uns gewohnte Beleuchtung eigentlich erst, nachdem wir fast dagegen gelaufen waren. In der Partie gegen die Tabellenzweiten gewann am ersten Brett wie immer sehr souverän unser aller Sensei. An Brett Zwei führte Aglef Stüwe streng das Regiment zu einem Sieg von zwei Punkten. Ich lag an Brett Drei mit meinen zwei Vorgaben nur kurz in Führung und gönnte dann meinem Gegner auf beiden Seiten meiner Stärke Gebiet. Im Mannschaftskampf gibt man nicht so schnell auf und ich konnte im späten Mittelspiel meinen Gegner an ein Dame-Tsumari heranführen, welches dieser prompt ignorierte. Die in Folge ausgesqueezten 20 Punkte reichten mir deutlich zum Sieg. Ulf Draws konnte sich leider mit seinen drei Steinen nicht so recht gegen den Magdeburger durchsetzen (3:1).

harzliga1991_tabelle_spiele.gif (16127 Byte)

Zu den Leistungsträgern zählen neben unserem Seriensieger Christoph Gerlach vor allem Aglef Stüwe und Winfried Dörholt. Schönen Dank auch an Tin Nguyen-Huu, Andreas Gander und Jürgen Meyer, sowie alle Autofahrer.

(Jost Alexander Bartholomäus)